Chemie in RLP

Auszubildende aus Ruanda: So funktioniert das Netzwerk „Spa(n)nende Perspektiven“

· Lesezeit 2 Minuten.
Ruandische Jugendliche und ihre Betreuer stehen gemeinsam vor einem Schulgebäude. Sie nehmen am Netzwerk „Spa(n)nende Perspektiven“ teil.
Bringen technische Vorkenntnisse mit: Die jungen Ruander, die als Auszubildende an Betriebe in Rheinland-Pfalz vermittelt werden, bekommen in ihrer Heimat eine gute Vorbereitung. Foto: Spa(n)nende Perspektiven/ Reiner Rudolphi

Viele Unternehmen in Rheinland-Pfalz tun sich schwer, ihre Ausbildungsplätze zu besetzen. Ein Netzwerk setzt genau dort an und eröffnet Betrieben einen zusätzlichen Weg, geeignete Nachwuchskräfte zu finden. Doch wie läuft die Vermittlung ab, und wie werden die Jugendlichen auf ihre Ausbildung und den Alltag in Deutschland vorbereitet? Wir.Hier. zeigt die wichtigsten Schritte – von der Auswahl bis zum Start im Ausbildungsbetrieb.

Die offenen Ausbildungsplätze der Netzwerkpartner werden vom Netzwerk Spa(n)nende Perspektiven einmal pro Jahr ausgeschrieben. An nur einem Tag gehen dort erfahrungsgemäß mehr als 1.000 Bewerbungen ein.  

In die engere Auswahl kommen nur junge Ruander mit technischen Vorkenntnissen

Es kommen nur junge Leute in die engere Auswahl, die technische Vorkenntnisse haben, die Note 1 im Fach Englisch und mindestens die Note 2 in Mathematik und Physik. Das Netzwerk Spa(n)nende Perspektiven bildet vor Ort übrigens auch Schüler in technischen Berufen vor. 

Die Ruander bekommen einen intensiven Sprachkurs und eine Einführung in den deutschen Ausbildungsalltag, bevor sie ihre Ausbildung hier starten. Der Hintergrund: Jährlich verlassen in Ruanda etwa 20.000 hochqualifizierte Schüler die technischen Schulen, doch im Land mangelt es an Industriebetrieben.  

Zwischen Ruanda und Rheinland-Pfalz besteht übrigens schon seit mehr als 40 Jahren eine internationale Partnerschaft. 

Lesen Sie hier die große Wir.Hier.-Reportage darüber, welche Erfahrungen das Unternehmen Röchling Industrial in Nentershausen mit Auszubildenden aus Ruanda hat. 

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