Das Wichtigste auf einen Blick:
- Im Berufsorientierungszentrum können Schüler an drei Praxisstationen Aufgaben aus der Produktions-, Metall- und Elektrotechnik lösen – begleitet von Auszubildenden.
- Fast 200 geschulte Mitarbeitende informieren inzwischen an Schulen über Ausbildungsberufe und Bewerbungswege – unabhängig von ihrem Fachbereich.
- Sozialpädagogen unterstützen Auszubildende mit Coaching, wenn sie zum Beispiel noch passende Lernstrategien entwickeln müssen.
Die BASF hat in Ludwigshafen ihre Angebote zur Berufsorientierung neu aufgestellt. Im Berufsorientierungszentrum des Unternehmens, das vor allem Schulklassen besuchen, spielt heute die Selbstreflexion eine größere Rolle, berichtet Daniela Kalweit, verantwortlich für Marketing und Rekrutierung von Auszubildenden.
„Viele sind sich ihrer Stärken gar nicht richtig bewusst“
Neu ist eine „Stärkenreise“, bei der Jugendliche zunächst spielerisch herausfinden, was sie ausmacht. „Viele sind sich ihrer Stärken gar nicht richtig bewusst“, so Kalweit. Dann prüfen die Schüler an drei Stationen, ob ihre Stärken zu den Berufen aus Produktionstechnik, Metalltechnik und Elektrotechnik passen. Dort lösen sie praxisnahe Aufgaben, die die Ausbildungsberufe repräsentieren, begleitet von Azubis.
„Die jungen Menschen möchten Dinge ausprobieren und praktische Erfahrungen sammeln.“ Ein Rundgang durch die Ausbildung ergänzt das Programm und gibt Einblicke in die tatsächlichen Lernorte.
Gute Berufsorientierung kann Abbrüche verhindern
Der Ansatz soll dazu beitragen, fundierte Berufsentscheidungen zu treffen. „Schüler haben oft falsche Vorstellungen von einem Beruf. Die Folge sind nicht selten Ausbildungs- oder Studienabbrüche“, erklärt Kalweit. „Dies stellt deutschlandweit eine erhebliche Herausforderung dar: Rund drei von zehn Ausbildungsverträgen werden vorzeitig gelöst und mehr als ein Viertel der Studierenden beendet das Bachelorstudium ohne Abschluss.“
Jeder Mitarbeiter kann Referentin oder Referent an Schulen werden
Deshalb hat die BASF auch ihre Präsenz an Schulen ausgebaut. Der Referentenpool wurde stark erweitert: Heute kann jeder Mitarbeitende nebenbei Referent oder Referentin werden, unabhängig vom Fachbereich. „Wir schulen sie und statten sie mit Materialien aus“, so Kalweit. Fast 200 Mitarbeitende informieren inzwischen an Schulen über Berufe und Bewerbungswege.
Auch Auszubildende, die bereits gestartet sind, erhalten zusätzliche Unterstützung. Neu ist ein Coachingangebot, bei dem Sozialpädagogen Azubis begleiten, die Potenzial mitbringen, aber etwa noch Lernstrategien entwickeln müssen.
Karriere-Events für Schülerinnen und Schüler
Jugendliche, die sich ohne ihre Schulklasse auf eigene Faust über Berufsmöglichkeiten informieren möchten, finden in diesem Terminkalender der BASF interessante Karriere-Events: Zum Beispiel den „Eppelheimer Berufe Parcours“, bei dem mehr als 65 Unternehmen und Institutionen Berufe und Karrierewege vorstellen, die Ausbildungsmesse „Katapult“ in Landau oder einen Infoabend für Eltern.