Firmenporträts

Procter & Gamble: Zusatzschichten für die Hygiene

Desinfektionsmittel und Spenden: So hilft Procter & Gamble in der Corona-Krise.

von Wiebke Bomas

· Lesezeit 3 Minuten.
Beschenkt: Das DRK Morsbach freut sich über Desinfektionsmittelspenden. Foto: Werk
Beschenkt: Das DRK Morsbach freut sich über Desinfektionsmittelspenden. Foto: Werk

Wer wissen möchte, wie Waschmittel ohne Parfüm eigentlich riechen und Zahnpasta ohne Geschmacksaromen schmecken würde, könnte bei Procter & Gamble in Worms eine Antwort finden. Hier verpassen Chemielaboranten zahlreichen Hygieneprodukten nämlich erst die Note, die sie für unsere Sinne angenehm macht: „Wir stellen im Wormser Werk mehrere Hundert Parfümmischungen und verschiedene Aromazusammensetzungen als Zwischenprodukt her. Die Düfte stecken in nahezu jedem Produkt von Procter & Gamble, das Sie in den Supermarktregalen finden können“, sagt Unternehmenssprecher Nils Wettengel.

In Zeiten von Corona haben die Wormser alle Hände voll zu tun: Die Nachfrage in Supermärkten ist hoch, außerdem hat Procter & Gamble seine Produkte auch gespendet. Und nicht nur die: „Weltweit haben wir Sach- und Geldspenden von mehr als 10 Millionen US-Dollar geleistet“, sagt Wettengel.

Geld- und Sachspenden für Hilfsorganisationen

„Wir unterstützen Organisationen, damit sie die Spenden für die Verfügbarkeit wichtiger Informationen zur Hygiene, lebenswichtiger medizinischer Ausrüstung und von Produkten für gefährdete Menschen und Personen einsetzen, die mit ihnen durch ihre Arbeit im medizinischen Bereich oder der Pflege in Kontakt stehen."

Was die ehrenamtlichen und hauptamtlichen Helfer des Roten Kreuzes in der Corona-Krise leisten, sei beeindruckend. „Wir unterstützen das Rote Kreuz in Deutschland und Österreich deshalb mit 130.000 Euro und spenden außerdem Desinfektionsmittel, Schutzmasken und Produkte an die DRK-Landesverbände. Auf europäischer Ebene haben wir dem Internationalen Roten Kreuz 1 Million Dollar zugesagt und werden Hilfsorganisationen Hygieneartikel im Wert von 10 Millionen Dollar spenden.“

Bereit: Im Wormser Werk ist das Engagement trotz Zusatzarbeit groß. Foto: Werk

Die Mitarbeiter am Wormser Standort und im Spittaler Werk in Österreich legen auf dieses Gesamtpaket noch mal ihre Arbeitskraft drauf: Sie stellen zusätzlich zur regulären Produktion Desinfektionsmittel her. „Auf diesen Einsatz sind wir besonders stolz. Worms eignet sich als Standort durch die technischen Voraussetzungen und die Kompetenzen der Mitarbeiter besonders gut zur Desinfektionsmittelproduktion. Und die Kolleginnen und Kollegen haben die Zusatzarbeit mit viel Engagement angenommen“, sagt Wettengel. Die Desinfektionsmittel gehen an Krankenhäuser, medizinische Einrichtungen und Hilfsorganisationen. „Erste Spenden von Worms haben schon das Krankenhaus Salem der Evangelischen Stadtmission Heidelberg und das Klinikum Idar-Oberstein erhalten“, so Wettengel. Zusätzlich baut Procter & Gamble Produktionskapazitäten zur Herstellung von Mundschutzmasken auf. Auch sie sollen an medizinische Einrichtungen und Hilfsorganisationen gespendet werden.

Die Produktion läuft weltweit weiter

Um in den Werken für die Sicherheit seiner Mitarbeiter zu garantieren, hat das Unternehmen eine Reihe von Vorkehrungen getroffen: „Wir sorgen natürlich dafür, dass die Arbeitsplätze hygienisch einwandfrei sind. Und wir haben an vielen Standorten die Arbeitszeitpläne angepasst, um zu verhindern, dass die Mitarbeiter sich untereinander anstecken. Vor dem Hintergrund der dynamischen Situation werden wir die kommenden Entwicklungen auch weiterhin sehr genau beobachten und unsere Maßnahmenpläne daran anpassen“, sagt Unternehmenssprecher Wettengel. So hofft der Konzern, auch in Zukunft weltweit ohne Einschränkungen produzieren zu können.

Der Bedarf an Hygieneartikeln ist nach wie vor hoch. „Bei allen Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter und der Allgemeinheit arbeiten wir deshalb mit Hochdruck daran, die Versorgung der Verbraucher mit unseren Produkten sicherzustellen. Schließlich sind sie für die Gesundheit und die Hygiene im häuslichen Alltag wichtig.“ Wenn es dann noch gut riecht, fällt das Zuhausebleiben noch mal leichter.

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