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So engagiert sich Profine bei Fußball-Bundesligist Mainz 05

Profine und Mainz 05 kooperieren auf und neben dem Fußball-Platz.

· Lesezeit 3 Minuten.

Eigentlich, sagt Marc Habermeyer, sei er gar kein großer Fußball-Fan. „Mich hat das nie wirklich interessiert.“ Doch manchmal, da packt es selbst ihn. „Wenn ich im Mainzer Stadion bin und vor dem Spiel das ganze Stadion ‚You’ll Never Walk Alone‘ singt, dann halte ich natürlich auch meinen Schal hoch und bin voll dabei. Da bekomme auch ich eine Gänsehaut.“

Marc Habermeyer ist Marketingleiter beim Pirmasenser Fenster-Systemgeber Profine. Bis vor einigen Jahren hatte er mit Fußball noch herzlich wenig zu tun. Doch seit 2014 ist Profine mit seiner Marke Kömmerling Partner vom 1. FSV Mainz 05, seit 2015 prägt das Logo des Hauptsponsors das Trikot des Fußball-Bundesligisten. Habermeyer und sein Team koordinieren die Zusammenarbeit mit Mainz 05.

Neue Fans durch gemeinsame Projekte

„Fußball verbindet, und gerade im Handwerk gibt es überdurchschnittlich viele Fußball-Fans“, sagt Habermeyer. „Deshalb wollten wir uns bei einem Bundesligisten engagieren. Wir haben zunächst aus ganz sachlichen Gründen zueinandergefunden, aber mittlerweile ist daraus eine echte Verbundenheit entstanden.“ Selbst Habermeyer, der hauptsächlich den Marketing-Aspekt an der Sportart spannend findet, fiebert mittlerweile bei knappen Spielen mit und zittert, wenn es am Ende der Saison gegen den Abstieg geht.

Engagiert: Marc Habermeyer liegen gemeinsame soziale Projekte am Herzen.

Dass selbst eher fußballferne Mitarbeiter wie Habermeyer zu 05-Sympathisanten geworden sind, ist den vielen gemeinsamen Projekten zu verdanken, bei denen die Mitarbeiter eingebunden werden. Dazu gehören Freundschaftsspiele zwischen Mainz und Pirmasens, zu denen alle Mitarbeiter-Familien eingeladen waren, oder vom Verein ausgerichtete Turniere, bei denen die Profine-Werkself antritt. Auch wenn ein gutes Bild für eine Anzeige im Stadionmagazin fehlt, steht die Profine-Familie bereit. „Weil wir kein passendes Motiv fanden, haben wir meine Kinder zum Modeln eingespannt“, erzählt Habermeyer. „Anzeige und Idee kamen gut an, und wir haben eine Anfrage bei allen Mitarbeitern gestartet, ob ihre Kinder auch mitmachen möchten – nach zwei Wochen waren alle Anzeigenplätze gefüllt. Die Kinder durften später sogar bei einer Partie mit den Spielern auf den Rasen einlaufen. Ein absolutes Highlight, von dem sie noch heute schwärmen.“

Mainzer trainieren ruandische Frauen

Die Partner engagieren sich auch sozial. Habermeyer und seinem Team liegt dieses Engagement sehr am Herzen. Wenn es also eine Möglichkeit gibt, zögern sie nicht lange. „Im Fernsehen habe ich sonntags mal einen Bericht über eine sehr alte Fußballtrainerin in Peru gesehen, die seit vielen Jahren junge Straßenkinder trainiert. Das fand ich eine Supersache und habe direkt zum Telefonhörer gegriffen. Innerhalb von zwei Minuten hatten wir beschlossen, dass wir einen Satz Mainz-Trikots und Bälle nach Peru schicken.“ Außerdem beteiligt sich Profine an einem Projekt, bei dem Mainz-Trainer Frauen in Dörfern Ruandas das Fußballspielen näherbringen. „Bei solchen Aktionen ist der Werbeeffekt überschaubar, aber man tut einfach an der richtigen Stelle etwas Gutes.“

Vergangenes Jahr haben die Partner ihre Zusammenarbeit bis 2023 verlängert. Das Unternehmen stärkt durch die Assoziation mit einem sympathischen Bundesligisten wie Mainz 05 seine Marke – und Mainz gewinnt unter den Profine-Mitarbeitern immer mehr Anhänger. In den Büros begegnet Marc Habermeyer vielen Mainz-Schals und Trikots, auch Kinder von Kunden und Mitarbeitern werden Anhänger – so wie Habermeyers. „Sie sind mittlerweile zu kleinen Mainz-Fans geworden. Sie fragen mich immer, wie Mainz gespielt hat und wann wir endlich das nächste Mal ins Stadion gehen.“ Vielleicht machen sie ja auch aus Habermeyer noch einen waschechten Fan.

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