Arbeiten in der Chemie

Was bringt Social Media für Unternehmen?

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Was bringt Social Media für Unternehmen?
Kanäle: Auf drei Bildschirmen hat Sebastian Caesar die Social-Media-Aktivitäten von Renolit im Blick. Foto: Daniel Roth
Konzepte: Mit Johanna Schlörit-Sackreuther (Personalabteilung) plant Caesar eine Azubi- und Bewerberseite. Foto: Daniel Roth

Verschiedene Kanäle, verschiedene Ziele

Unternehmen aller Branchen und Größen sind in den sozialen Netzwerken präsent, mit unterschiedlichen Vorgehensweisen und Zielen. Caesar verfolgt einen strategischen Ansatz: Er bespielt die Kanäle mit passenden Inhalten für die jeweiligen Nutzer. Instagram eigne sich für „alles, was schön ist“: Standorte weltweit stellt er mit Stadtinfos und Sehenswürdigkeiten vor, sodass auch Leute, die sich für Reisen und Urlaub interessieren, auf Renolit stoßen. Auf Facebook postet er Themen mit sozialem Aspekt, etwa dass die Juniorfirma der Azubis Holzhäuschen gebastelt und dem Wormser Tierpark gespendet hat. „Alles, was menschelt, ist gut“, sagt Caesar: Solche Beiträge liken und teilen Mitarbeiter häufig.

„Wir haben mehrere Zielgruppen“, erklärt der 30-Jährige: „Einerseits unsere mehr als 4.700 Mitarbeiter weltweit, andererseits Kunden wie Handwerker und Werften, aber auch Endverbraucher.“ Zudem will Renolit die Nachbarn an den Firmenstandorten sowie Bewerber ansprechen. „Interessenten informieren sich über ein Unternehmen eher in den sozialen Netzwerken als auf der Firmenseite“, weiß Caesar. Er hatte es auch so gemacht, bevor er sich vor eineinhalb Jahren bewarb.

Social Media mit Konzept

Der Wirtschaftsinformatiker und Marketingspezialist fand einen Wildwuchs an Social-Media-Aktivitäten vor. „Verschiedene Standorte und Geschäftsbereiche hatten verschiedene Kanäle eröffnet.“ Caesar und seine Kollegen erarbeiteten ein Konzept, das Datenschutz und IT-Sicherheit einbezieht, und entwickelten Schulungen: Wie drehe ich ein Facebook-kompatibles Produktvideo? Wie halte ich ein Corporate Design ein? Wie beantworte ich Nutzerfragen? Ein Glossar im Intranet erklärt Likes und Shares.

Kommunikation: Caesar mit seinen wichtigsten mobilen Arbeitswerkzeugen. Foto: Daniel Roth

Caesar berät ebenfalls zu passenden Formulierungen: Pressemitteilungen und Firmenbroschüren enthalten keine Emojis, Social-Media-Posts schon. Zu seicht aber darf es nicht werden, und die Fakten müssen natürlich stimmen. „Glaubwürdigkeit ist uns mehr wert als Reichweite“, betont Caesar. Mit einer Kollegin aus der Personalabteilung plant er gerade einen Facebook-Kanal, der besonders potenzielle Azubis und Bewerber ansprechen und Jobs vorstellen soll. Auch der für Kommunikation verantwortliche Vorstand ist nun, trotz anfänglicher Skepsis, mit einem Profil auf Linkedin aktiv.

Keine Betriebsgeheimnisse posten

Richtlinien regeln, was die Mitarbeiter über ihren Job veröffentlichen dürfen. „Wir haben hier Leute, die morgens ihre Kaffeetasse posten: Dagegen ist nichts einzuwenden. Fotos vom Firmenlauf sind sogar erwünscht.“ Ein Geheimrezept der neuen Farbe oder ein Messeauftritt nicht. „Sobald im Namen von Renolit kommuniziert wird, muss das über meinen Schreibtisch laufen.“

In seiner Freizeit ist Caesar nicht ganz so viel in den sozialen Netzwerken unterwegs. Er nutzt sie für den Austausch mit Freunden, zur beruflichen Vernetzung und für News. „Bilder von mir aber teile ich fast nie“, sagt er. Ausnahme: sein Essensblog. Der leidenschaftliche Koch fotografiert täglich ein Gericht, angerichtet wie in der Sterneküche, und postet das Foto auf Instagram. Fürs Wildgulasch mit Maronen und Kakaobohnen oder Currywurst mit Steckrüben-Pommes gibt es reichlich Likes und Herzchen. 

Warum Renolit zu den innovativsten KMU in Deutschland gehört, lesen Sie hier.

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