Arbeitspolitik

Was Chemie-Azubis verdienen

Die Ausbildungsberufe in der Chemie sind vielfältig, die Verdienstmöglichkeiten attraktiv.

von Nicolas Schöneich, Sabine Latorre

· Lesezeit 2 Minuten.

Chemikant, Chemielaborant, Biologielaborant – diese Ausbildungsberufe vermutet man sofort in der Chemie-Industrie. Dabei gibt es noch so viele weitere: Mehr als 60 verschiedene Berufe hat die jüngste Befragung des Arbeitgeberverbands Chemie Rheinland-Pfalz ergeben.

In der Chemie können sich deshalb Nachwuchskräfte mit ganz unterschiedlichen Interessen und Talenten verwirklichen. 3 721 junge Leute sind es im laufenden Ausbildungsjahr, davon knapp 240 duale Studenten. Ebenfalls eingerechnet: Schulabgänger, die vielleicht nicht die besten Noten hatten und nun fit für den Arbeitsmarkt gemacht werden. Förderprogramme der Chemie wie „Start in den Beruf“ absolvieren alleine in Rheinland-Pfalz derzeit 224 Jugendliche.

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Chemikanten, Elektroniker, Köche, Tierpfleger

Zu den Azubis zählen neben den „Klassikern“ viele Nachwuchstechniker, denn man braucht beide Gruppen: Die 338 angehenden Chemielaboranten entwickeln innovative Mischungen und Substanzen. Die 984 Nachwuchs-Chemikanten sind dafür zuständig, dass diese Stoffe in der Produktion in konstanter Qualität entstehen. Unterstützt werden sie etwa von Elektronikern für Automatisierungstechnik, die in der hochautomatisierten Chemie-Industrie mit 337 Azubis stark vertreten sind. Und natürlich auch von Kaufleuten und IT-Experten.

Es gibt aber auch Exoten wie 30 Köche. Bei der BASF lernen zudem 6 Tierpfleger, 9 Fachkräfte Schutz und Sicherheit und 2 Glasapparatebauer.

Alle Lehrberufe verdienen das Gleiche

Das Besondere: Der Chemie-Tarifvertrag unterscheidet nicht nach Lehrberuf, alle Azubis im selben Lehrjahr verdienen also das Gleiche. Attraktiv kann das vor allem in den Feldern sein, in denen die traditionellen Ausbildungsbetriebe weniger zahlen:


Außer mit Vielfalt und Geld lockt die Chemie Azubis mit Semestertickets, Team­-Events oder Praktika im In- und Ausland. Grund: Wegen des demografischen Wandels werden Bewerber knapp. „Zum Ausbildungsstart 2016 gab es bundesweit 43 479 unbesetzte Stellen“, sagt Alexander Burstedde, Arbeitsmarktexperte am Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW). „Das sind etwa dreimal so viele wie vor zehn Jahren.“ Der Anteil der Bewerber, die keinen Ausbildungsplatz bekommen haben, habe sich in der gleichen Zeit halbiert.

In der rheinland-pfälzischen Chemie blieben zuletzt 43 Ausbildungsplätze unbesetzt, unter anderem Chemikanten. Offene Stellen finden alle Interessenten unter www.elementare-vielfalt.de

Wie attraktiv die Ausbildung in der Chemie ist, erfahren Sie hier.

Reportage: Ein Tag mit einem Nachwuchs-Chemikanten

So macht man in der Chemie Karriere: Ehemalige Azubis geben Tipps

Was Jugendliche von der Ausbildung erwarten und worauf Ausbilder achten lesen Sie hier.

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