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Rohstoffknappheit: Verpackungshersteller in Sorge

Mara Hancker, Geschäftsführerin der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen, über knappe Ressourcen.

von Mara Hancker

· Lesezeit 1 Minute.
Mara Hancker, Geschäftsführerin IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen.
Mara Hancker: Geschäftsführerin IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen. Foto: IK.

Ein Erfolgsgeheimnis im Geschäft mit Kunststoffen ist die Zusammenarbeit in der Wertschöpfungskette. Erzeuger und Verarbeiter vereint Innovationsstärke und der Wille, eine Kreislaufwirtschaft zu entwickeln. Doch aktuell steht die Partnerschaft von Erzeugern und Verarbeitern unter Stress. Denn Rohstoffe nahezu aller Kunststofftypen sind knapp und die Preise explosionsartig gestiegen.

Die Knappheit hat viele verschiedene Gründe: ein Ungleichgewicht von Angebot und Nachfrage infolge der Corona-Pandemie, eine boomende Wirtschaft in Asien, die verschiedene Rohstoffe geradezu aufsaugt, sowie Anlagenausfälle durch Winterstürme in den USA. Neben geplanten Wartungsarbeiten verschärfen nun auch mehr Anlagenausfälle durch höhere Gewalt in Europa die Situation und setzen die überwiegend mittelständischen Kunststoffverarbeiter massiv unter Druck. Vielerorts sind Produktion und Lieferfähigkeit eingeschränkt, Kundenbranchen sind in Sorge.

Umso dringender appellieren wir Verarbeiter an unsere Partner auf Erzeugerseite, alles zu tun, um die Situation zu entschärfen. Denn die Herausforderungen für die Kunststoffindustrie sind groß und nur im Zusammenspiel zu bewältigen. Jeder zusätzliche Stresstest sollte da besser vermieden werden.

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