Chemie im Alltag

UV-Schutzkleidung: angenehm und leicht zu tragen

· Lesezeit 3 Minuten.
UV-Schutzkleidung: angenehm und leicht zu tragen
Kleidung ist der effektivste UV-Schutz: Kinder als besonders sensible Gruppe brauchen Schutz vor UV-Strahlung - per Kleidung und Kopfbedeckung. Foto: stock.adobe.com/tuomaslehtinen

Wie kann Kleidung vor UV-Strahlung schützen?

Es gibt viele Möglichkeiten, die Haut vor Sonnenbrand zu schützen. Will oder muss man sich in die Sonne wagen, dann bietet Kleidung den effektivsten Schutz. Allerdings ist nicht jedes Kleidungsstück gleichermaßen undurchlässig für die Sonnenstrahlen. Dies hängt vor allem vom Typ und der Dichte des Gewebes ab. Laut der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz gilt: Je dichter der Stoff, desto besser der Schutz. Zudem verstärken kräftige Farben den Schutzeffekt. 

Was ist UV-Schutzkleidung überhaupt?

Die herkömmliche leichte Sommerkleidung aus Baumwolle bietet nur begrenzten Schutz vor UV-Strahlung. Daher gibt es spezielle UV-Schutzkleidung, die über einen besonders hohen „Ultraviolet Protection Factor“ (UPF) verfügt. Der Wert zeigt die absorbierte UV-Strahlung an – je höher, desto stärker der UV-Schutz.

  • Der UPF-Wert eines gewöhnlichen Baumwollshirts liegt etwa zwischen 8 und 12. Dabei kann sich die Schutzwirkung weiter verringern, wenn der Stoff nass wird oder mit Schweiß in Berührung kommt.
  • Im Vergleich weisen die meisten UV-Schutzshirts einen UPF-Wert von 50+ auf.

Was macht UV-Kleidung sonnensicher?

UV-Schutzkleidung besteht aus Fasern wie Baumwolle, Nylon oder Polyester, die von Natur aus einen natürlichen UV-Schutz bieten und UV-Strahlung absorbieren. Um die Schutzwirkung zu maximieren, werden diese Fasern so eng wie möglich miteinander verwoben. Dank dieser Konstruktionsweise und der Verwendung spezieller Garne bieten sie neben dem UV-Schutz auch Atmungsaktivität und Isolierung, was dem Körper zusätzlich beim Abkühlen hilft. Zudem ist der Stoff so leicht, dehnbar, wasserbeständig und trocknet schnell.

Für wen ist Kleidung mit UV-Schutz sinnvoll?

Textilien aus speziellen UV-geschützten Stoffen sind vor allem für Menschen sinnvoll, die

  • viel Zeit unter direkter Sonneneinstrahlung verbringen, 
  • im Freien arbeiten oder
  • besonders auf Sonnenstrahlen reagieren.

Sensible Gruppen sind Menschen mit empfindlicher Haut, Hautproblemen oder Sonnenallergien. Gerade Kinder zählen dazu, weil ihre körpereigenen Schutzmechanismen noch nicht vollständig entwickelt sind.

Daher empfiehlt die Verbraucherzentrale, dass Kinder in der Sonne so viel Haut wie möglich bedecken und zusätzlich unbedeckte Haut mit Sonnenschutzmittel schützen. Kinder unter zwei Jahren sollen demnach überhaupt nicht in die pralle Sonne.

Was muss man bei der Schutzkleidung beachten?

Für die Klassifikation von UV-Schutzstoffen existieren verschiedene Standards und Testverfahren. Die anspruchsvollsten Anforderungen müssen Textilien beim „UV-Standard 801“ erfüllen. Hier werden die Stoffe nicht nur im Originalzustand, sondern auch im gedehnten und durchnässten Zustand getestet.

Testsiegel, nach denen die Textilien lediglich im fabrikneuen Zustand auf ihren UV-Schutz geprüft werden, stehen für einen geringeren Standard.

Wie gelingt der Rundum-UV-Schutz?

Ein UV-Shirt allein reicht zudem nicht aus. Die Köpfe und Gesichter sind besonders der Sonne ausgesetzt, und Hautkrebs wird häufig an Hals, Gesicht und Kopf diagnostiziert. Daher sind Sonnenhüte nicht nur für Kleinkinder empfehlenswert, sondern können auch für Erwachsene sinnvoll sein. Abhängig von der Hautempfindlichkeit können auch UV-Hosen, Shorts, Badeschuhe oder sogar UV-Handschuhe nützlich sein, um Sonnenbrand zu vermeiden. Jedoch selbst ein kompletter UV-Schutzanzug bietet Stellen, an denen Sonnenstrahlen auf die unbedeckte Haut treffen. Hier ist es daher trotzdem ratsam, zusätzlich mit Sonnencreme nachzuhelfen.
 

  • Like
  • PDF

Das könnte Sie auch interessieren

Newsletter