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Klimaneutrale Technologien unterstützen

Das braucht die Industrie jetzt von der Politik

von Patrick Graichen, Direktor der Denkfabrik Agora Energiewende

· Lesezeit 1 Minute.
Patrick Graichen: Der Direktor der Denkfabrik Agora Energiewende fordert von der Politik einen Instrumentenmix, der Klimaschutz entlang der Wertschöpfungskette forciert. Foto: Agora Energiewende/Detlef Eden

Der globale Wettlauf zu null Emissionen hat begonnen – Deutschland wird bis 2045 klimaneutral sein. Die USA, China, die EU wollen das bis Mitte des Jahrhunderts. Für Unternehmen bedeutet das: Heutige Investitionsentscheidungen müssen mit diesem Ziel in Einklang stehen. Das gilt besonders für energieintensive Betriebe mit langlebigen Anlagen wie Steamcracker und Hochöfen. Zugleich hat Deutschland die Chance, führend bei klimaneutralen Technologien zu werden und so die Exporte von morgen zu sichern.

Dazu braucht es aktive Klimapolitik, die Unternehmen Planungssicherheit für klimaschonende Investitionen gibt. Ein Grundpfeiler ist der beherzte Ausbau erneuerbarer Energien – für energieintensive Produktion ist das überlebenswichtig. Dafür muss die Regierung die jährlichen Ausbauziele für Windanlagen verdreifachen und für Solaranlagen mehr als verdoppeln.

Die Industrie muss ihre Effizienz steigern, die Produktion elektrifizieren sowie die Kreislaufwirtschaft verstärken. Dafür braucht es von der Politik einen Instrumentenmix, der Klimaschutz entlang der Wertschöpfungskette forciert: von wettbewerbsfähigen Strompreisen über den Ausgleich von Mehrkosten klimaneutraler Schlüsseltechnologien bis hin zu Abnahmegarantien für klimaneutrale Produkte, etwa bei öffentlichen Bauvorhaben.

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