Politik & Wirtschaft

Bernhard Hoëcker: "Ich finde die Natur so dermaßen faszinierend"

· Lesezeit 3 Minuten.
Der Comedian Bernhard Hoëcker, Quelle: MorrisMacMatzen
Quizbegeistert: Bernhard Hoëcker findet sogar falsche Antworten spannend. Quelle: MorrisMacMatzen

Wie starten Sie morgens in den Tag? 
Mit einem Latte Macchiato und ohne Frühstück. Umso mehr freue ich mich auf das Mittagessen.

Mein Geburtsort Neustadt an der Weinstraße ist ...
... für mich einfach immer Heimat. Wenn ich den Dialekt höre, wenn ich diesen Namen in irgendein Dokument eintrage, dann kribbelt mein Herz.

Sie nehmen immer wieder an Quiz-Sendungen teil. 
Welche Antwort werden Sie nie wieder vergessen?
Eine schwierige Frage, weil ich schon die Fragen und sogar die falschen Antworten so spannend finde. Aber meistens sind es Tiere, die faszinierende Dinge tun. Ich erinnere mich zum Beispiel an die schnellste Bewegung im Tierreich: irgendein Käfer, der sich zuerst einklappt und dann durch das Losschnellen seinen Feinden entkommt.

Naturwissenschaften gehören zu Ihren Lieblings-­Quizkategorien. Warum? 
Ich finde die Natur so dermaßen faszinierend, dass ich sie stundenlang beobachten und mir darüber Dinge erklären lassen kann. Für mich persönlich braucht es keinen Gott, um die Natur toll zu finden. 

Wie gelingt es, Wissenschaft unterhaltsam zu vermitteln? 
Das Schwierige ist, die Leute immer da abzuholen, wo sie gerade stehen. Ich liebe es vor allem, Kindern solche Sachen zu erklären. Es bringt einen dazu, komplizierte Sachverhalte derart zu vereinfachen, dass man sie selbst versteht. Oder man findet Vergleiche. Zum Beispiel kann man Entstehen von Bergen erklären, indem man im Restaurant die Tisch­decke zusammenschiebt.

Chemie als Schulfach fand ich … 
... total faszinierend, was sich leider nicht in den Noten niedergeschlagen hat. Im ersten Halbjahr hatte ich eine Eins, im zweiten Halbjahr hatte ich eine Zwei, im dritten Halbjahr hatte ich eine Drei und im vierten eine Vier. Und da ich gut in Mathe war, wusste ich, dass es der beste Zeitpunkt war, aufzuhören.

Wann haben Sie zuletzt mit etwas neu angefangen? 
Mein persönlicher Neuanfang war, das Kinderbuch „Das Katzenhuhn“ zu schreiben. Das ist etwas, das ich von mir aus nicht gemacht hätte, aber ich wurde gefragt und habe einfach mal angefangen. Das kann ich nur jedem raten. Wer sich wirklich für Chemie interessiert, insbesondere für die Chemie zwischen Freunden, dem empfehle ich dieses Buch. 

Was machen Sie in Ihrer Freizeit am liebsten? 
Das Schöne ist ja, dass ich mein Hobby zum Beruf gemacht habe. Somit ist für mich die Arbeit quasi schon Freizeit. Ansonsten handelt es sich ein wenig um Tiere, Hühner, Bienen, und ich liebe die Holzarbeit. Ich ­schreinere privat ein wenig. 

Was ist Ihr Lieblingsbuch? 
Ein Buch, an das ich sofort denke, ist die Geschichte über einen Kanonengießer: „Der Meister des siebten Siegels“. Als ich vor Kurzem eine Glockengießerei in Innsbruck besucht habe, erfuhr ich, dass es diesen Menschen wirklich gab und dass dieser auch noch in Innsbruck gewohnt hat ums Eck.

Wenn ich einen Tag lang eine andere Person sein könnte, 
dann wäre ich gerne ...
... jemand, den alle unsympathisch finden. Ich denke da vor allem an Politiker, die man am liebsten in die Wüste schicken würde. Wenn ich einen Tag diese Person sein könnte, wüsste ich einmal wirklich, was die eigentlich denken. Sind die nur böse oder sind die wirklich überzeugt von ihren schlechten Taten?

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