Das Wichtigste in Kürze
- Deutschland bleibt ein Schwergewicht: Mit einem Chemie- und Pharma-Umsatz von 308 Milliarden Euro und rund 480.000 Beschäftigten gehört Deutschland zu den großen Industriestandorten im Vergleich.
- Die Kosten sind ein Problem: Bei Arbeitskosten und Industriestrom liegt Deutschland nicht im Vorteil. Andere Standorte produzieren teils deutlich günstiger.
- Stärken gibt es weiterhin: Infrastruktur, Produktivität und Innovationskraft zählen zu den Faktoren, mit denen Deutschland im Wettbewerb bestehen kann.
Ein Spiel mit ernster Botschaft
Deutschland ist ein starker Chemie- und Pharmastandort. Aber im internationalen Wettbewerb zählt längst nicht mehr nur Qualität. Das Wir.Hier.-Länderquartett zeigt, wo Deutschland gut abschneidet – und wo andere Standorte Vorteile haben.
Deutschland kann Chemie und Pharma: Die Branche ist groß, produktiv und innovativ. Doch der Blick ins Ausland zeigt auch: Andere Länder punkten mit niedrigeren Energie- und Arbeitskosten oder besseren Digitalwerten. Für Unternehmen wird die Standortfrage damit immer konkreter: Wo lässt sich wettbewerbsfähig produzieren? Wo sind Fachkräfte, Infrastruktur und Innovation besonders stark? Und wo wird es für den Standort Deutschland schwierig?
Die Wir.Hier.-Toolbox „Der große Standortvergleich“ macht diese Fragen spielerisch sichtbar. Im Stil eines Länderquartetts werden wichtige Chemie- und Pharmastandorte miteinander verglichen – von Deutschland, Frankreich und den Niederlanden bis zu China, den USA, Japan und der Schweiz. Jede Karte zeigt zentrale Kennzahlen: etwa Arbeitskosten, Energiepreise, Arbeitsproduktivität, Digitalisierungsgrad, Infrastruktur, Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft.
Warum ein Standortvergleich wichtig ist
Ob Investitionen, Produktion oder Forschung: Unternehmen entscheiden heute internationaler denn je. Für die Chemie- und Pharmaindustrie ist das besonders relevant, weil sie energieintensiv ist, hochqualifizierte Beschäftigte braucht und stark in globale Wertschöpfungsketten eingebunden ist.
Der Standort Deutschland hat dabei viel zu bieten: eine breite industrielle Basis, gute Infrastruktur, starke Forschung, erfahrene Beschäftigte und eine große Chemie- und Pharmaindustrie. Gleichzeitig geraten diese Stärken unter Druck, wenn Strom, Gas, Arbeit oder Bürokratie im internationalen Vergleich zu teuer werden.
Das Länderquartett hilft, diese Unterschiede auf einen Blick zu verstehen. Es zeigt: Deutschland ist nicht abgehängt. Aber der Vorsprung ist nicht selbstverständlich.
Toolbox zum Download
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Die Toolbox zeigt, wie Deutschland im Vergleich zu wichtigen Chemie- und Pharmastandorten abschneidet – kompakt, spielerisch und gut geeignet für Besprechungen, Workshops oder den Unterricht. Hier geht´s zum Download.
Was die Karten zeigen
Jede Länderkarte enthält Basisdaten wie Hauptstadt, Fläche, Einwohnerzahl und Bruttoinlandsprodukt pro Kopf. Dazu kommen Kennzahlen, die für industrielle Standortentscheidungen besonders wichtig sind:
- Arbeitskosten: Was kostet eine Arbeitsstunde im Verarbeitenden Gewerbe?
- Energiepreise: Wie teuer sind Strom und Gas für die Industrie?
- Arbeitsproduktivität: Wie viel Wirtschaftsleistung entsteht pro geleisteter Arbeitsstunde?
- Digitalisierung: Wie gut ist ein Land digital aufgestellt?
- Infrastruktur: Wie leistungsfähig sind Verkehrs- und Logistikstrukturen?
- Wettbewerb und Innovation: Wie attraktiv ist ein Land im internationalen Vergleich – und wie stark ist seine Innovationskraft?
Die Farben helfen bei der schnellen Einordnung: Grün steht für Vorteile, Gelb für solides Niveau, Rot für Nachteile.
Kleine Spielanleitung: So funktioniert das Standortquartett
Ziel: Wer am Ende die meisten Karten hat, gewinnt.
Vorbereitung:
Die Karten ausschneiden. Wer ein richtiges Kartenspiel haben möchte, kann sie vorher auf dünnen Karton kleben oder auf stärkerem Papier ausdrucken. Anschließend werden alle Karten gemischt und gleichmäßig verteilt. Jede Spielerin und jeder Spieler hält die eigenen Karten so, dass nur die oberste Karte sichtbar ist.
So wird gespielt:
Am besten spielt man zu zweit. Die erste Person wählt auf ihrer obersten Karte eine Kategorie aus – zum Beispiel „Arbeitsproduktivität“, „Innovations-Index“ oder „Energiepreis Strom“.
Dann vergleichen alle die Werte ihrer obersten Karte.
Wichtig:
Bei manchen Kategorien gewinnt der höhere Wert, bei anderen der niedrigere.