Wissenschaffer

So wirken Serotonine

Warum Hormone glücklich machen.

von Gabriele Koch-Weithofer

· Lesezeit 1 Minute.
© babimu - stock.adobe.com
Glückslieferant: Eier enthalten eine Serotonin-Vorstufe.

Wenn grauer Himmel und nasses Wetter aufs Gemüt drücken, können Glückshormone unsere Stimmung aufhellen. Aber wie genau?

„Offiziell“ heißt das Glückshormon Serotonin. Es spielt als Botenstoff im Körper eine wichtige Rolle für das Übertragen von Signalen. „Serotonine kommen im zentralen und peripheren Nervensystem vor, aber auch in der Darmschleimhaut oder im Blut“, sagt Özcan Aydemir, Hausarzt in Rülzheim. Sie regulieren die Darmbewegung und sorgen für bessere Durchblutung. Im Nervensystem gehören sie zu den Garanten für das innere Gleichgewicht. Außerdem förderten sie „indirekt einen erholsamen Schlaf, wirken ausgleichend und entspannend“.

Nicht zuletzt diese Funktion hat Serotonin den Ruf eines Glückshormons eingebracht. Dass da was dran ist, zeigt sich bei Serotoninmangel: Er kann zu depressiver Stimmung führen. „Viele Antidepressiva setzen deshalb am Serotoninhaushalt an und führen über eine zeitweilige Erhöhung zu besserem Wohlbefinden“, sagt Aydemir.

Es gibt aber auch natürliche Quellen: In Schokolade und Kakao, Nüssen, Mandeln, Käse, Eiern oder Fleisch steckt Tryptophan, eine Vorstufe des Serotonins. Dieser Stoff erhöht direkt den Serotoninspiegel im Hirn.

Kann man sich also glücklich essen? So einfach ist es nicht. Denn Essen allein macht eher dick und nicht so glücklich. Besser ist es, Sport zu treiben: „Ausdauernd trainieren und eine Balance zwischen Serotoninüberschuss und Serotoninmangel schaffen“, rät Aydemir.

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