Goldfarbene Statuetten in einem Schaufenster. Foto: Gettyimages

Wissenschaffer

Raschig macht Chemie zum Beschichten

So funktioniert Veredelung mit Galvanotechnik.

· Lesezeit 1 Minute.

In der Märchenwelt von Rumpelstilzchen ließ sich Stroh zu Gold spinnen. So weit ist die Technik nicht, aber unsere Unternehmen können es fast genauso gut, das Zauberwort heißt Veredelung. Etwa Raschig aus Ludwigshafen: Das Unternehmen produziert unter anderem Glanzbildner, Tenside und Einebner für die Galvanotechnik, mit der Metall beschichtet und veredelt wird - wie zum Beispiel die berühmten Oscars. „Galvanisieren bedeutet die Abscheidung von Metallen durch elektrischen Strom“, erklärt Alexander Pandolfi, technischer Service und Business Development Manager. Die Galvanisierung kommt im dekorativen Bereich und der Elektrotechnik zum Einsatz, oft als Korrosionsschutz.

Ionen wandern durch eine Lösung

Beim Vernickeln eines Metalls werden das Werkstück und ein Nickelblock in eine wässrige Lösung mit Nickelsalzen getaucht. Der Nickelblock wird als Anode geschaltet und beginnt, sich unter Bildung von Ni 2+-Ionen aufzulösen. Diese wandern durch die Lösung zum als Kathode negativ geladenen Werkstück, werden durch den Strom entladen und scheiden sich als dünne Schicht auf dem Werkstück ab. „Der zugesetzte Glanzbildner bildet einen Film auf der Kathode und verhindert eine zu schnelle Abscheidung“, so Pandolfi. Dabei werden die Höhen und Tiefen der Metalloberfläche eingeebnet. „Glanzbildung und Einebnung sind die wichtigsten Kriterien in der Galvanik. Diese Schicht sorgt für den Korrosionsschutz.“

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