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Freudenberg: Ergebnis sinkt bei stabilem Umsatz

Die Technologiegruppe spürt die Schwächen der Autoindustrie.

von Redaktion

· Lesezeit 1 Minute.

Die Technologiegruppe Freudenberg hat im vergangenen Geschäftsjahr die weltweite wirtschaftliche Unsicherheit auch in den Unternehmenszahlen gespürt. Das Betriebsergebnis fiel von gut 910 Millionen Euro im Vorjahr auf 820 Millionen Euro. Gründe für das schwächere Ergebnis seien unter anderem der Abschwung der Automobilindustrie, die schwächere wirtschaftliche Entwicklung in China und die Anlaufkosten für den Ausbau des Batterie- und Brennstoffzellen-Geschäfts, teilt das Unternehmen mit. Im Laufe des Jahres schrumpfte die Belegschaft der Unternehmensgruppe von 49.100 auf 48.800 Mitarbeiter. Wegen des Verkaufs der Freudenberg IT-Gruppe wurden in Deutschland rund 800 Stellen abgebaut.

Während das Betriebsergebnis fiel, blieben die Erlöse weitestgehend stabil. Mit 9,47 Milliarden Euro konnte Freudenberg sogar ein leichtes Plus zum Vorjahr verzeichnen. Etwa die Hälfte des Umsatzes stammt dabei aus der Autosparte. In dieser produziert Freudenberg etwa Elektrobatterien für Nutzfahrzeuge und Kreuzfahrtschiffe und Komponenten für die E-Mobilität für Pkw, darunter Hitzeschilde für Batterien. Bei den Haushaltsprodukten, darunter Vileda-Reinigungsmittel, stieg der Umsatz von 931 Millionen auf 975 Millionen Euro.

Beim Blick in das kommende Jahr geht auch Freudenberg davon aus, nicht komplett von den Folgen der Coronakrise verschont zu bleiben. Man plane vorsichtig und gehe von einer verhaltenen Geschäftsentwicklung in den für die Unternehmensgruppe relevanten Märkten aus, so das Unternehmen. Trotzdem wolle man in das Geschäftsfeld Mobilität investieren und die Digitalisierung in eigenen Fabriken vorantreiben.

Als direkte Reaktion auf die Coronakrise will Freudenberg seine Produktion von Vliesen für Mundschutzmasken ausbauen. Bisher stellt die Firma nur am Standort in Kaiserslautern Basismaterial für die Schutzutensilien her. Ingenieure arbeiteten nun mit Hochdruck daran, zusätzliche Kapazitäten zu schaffen. Die Vliese dienen als Basismaterial, aus dem weiterverarbeitende Unternehmen Atemschutz- oder Mund-Nasen-Schutz-Masken herstellen.

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