Arbeitspolitik

Sorgt das Coronavirus für Überlastung im Netz?

So groß ist die Auslastung durch Videotelefonie und Homeoffice.

von Robyn Schmidt

· Lesezeit 1 Minute.
Netzwerkkabel. Foto: AdobeStock
Netzwerkkabel: Bislang hält das Netz die Zusatzbelastung durch Homeoffice-Effekte aus. Foto: AdobeStock

Wer kann, arbeitet momentan zu Hause. Führt die erhöhte Nutzung von Videotelefonie und Co. zu einer Netzüberlastung? Jörg Borm, Sprecher bei O2/Telefónica, beruhigt.

Wie wirkt es sich auf Internetanbieter wie O2 aus, wenn plötzlich ganze Branchen aus dem Homeoffice arbeiten?

Da sich ein Großteil unserer Kunden zu Hause befindet, beobachten wir, dass Mobilfunkstationen in Gewerbegebieten oder Einkaufsstraßen weniger genutzt werden als üblich. Gleichzeitig haben wir eine Verlagerung und Erhöhung der Datennutzung im Festnetz- und DSL-Bereich. Dort sehen wir einen Anstieg der Datennutzung von 8 bis 17 Uhr – es ist also ein „Homeoffice-Effekt“ zu spüren.

Wie groß ist dieser Effekt?

Bei der Auslastung kommt es zu deutlichen zeitlichen und lokalen Unterschieden, sodass sich das nicht grundsätzlich beziffern lässt. Tatsächlich benötigen typische Anwendungen im Homeoffice – also Videokonferenzen, Mails, Chats – aber vergleichsweise wenig Kapazitäten. Die Entwickler haben diese Anwendungen für die bei der Entwicklung üblichen damaligen Verhältnisse optimiert, sodass sie auch mit geringen Bandbreiten gut funktionieren.

Müssen Nutzer mit Einschränkungen rechnen?

Nein, unser Netz läuft auch in der aktuellen Situation stabil. Unsere Kapazitäten sind ausreichend dimensioniert, und wir verfügen aktuell über jede Menge Reserven. Aber wir beobachten die Entwicklungen sehr genau. Für einen optimalen Netzbetrieb können wir sowohl kurz- als auch mittelfristige Maßnahmen ableiten.

Gilt das auch für die Anschlüsse in ländlichen Gebieten, von denen Rheinland-Pfalz viele hat?

Die Auslastung der Leitungen ist von sehr vielen, insbesondere externen Faktoren abhängig, sowohl in der Stadt als auch auf dem Land. Grundsätzlich gibt es keinen Unterschied zwischen den beiden Gebietsformen.

Tipps fürs produktive Arbeiten im Homeoffice finden Sie hier.

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