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2020 – was für ein Jahr in Rheinland-Pfalz

Teure Brücken, schöne Weinkönigin, traurige Fastnacht – ein rheinland-pfälzischer Jahresrückblick.

· Lesezeit 3 Minuten.

Ein Jahr geht schnell vorüber – und bald starten wir bereits in das Jahr 2021. Doch auch wenn uns von 2020 hauptsächlich die Corona-Pandemie im Gedächtnis bleiben wird, so gab es doch noch sehr viel mehr Dinge, die ebenfalls Gewicht haben – positive wie negative. Was die Menschen in Rheinland-Pfalz unter anderem bewegt hat.

Brückensanierung wird teurer

Die dringenden Brückensanierungen im Land werden teurer. Wie die Salierbrücke bei Speyer: Die Verbindung zwischen Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz über den Rhein wird rund 16,7 Millionen Euro verschlingen – 12 Millionen Euro mehr als geplant. Kostspieliger auch die Talbrücken Pfädchensgraben und Tiefenbach an der A 61 zwischen der Anschlussstelle Rheinböllen und dem Rastplatz Hunsrück: Sie schlagen nun mit 151 Millionen Euro zu Buche (statt 121). Gut: Die Bauarbeiten an der Schiersteiner Brücke in Mainz (unser Titelbild) sind nahezu beendet. Gesamtkosten: 216 Millionen Euro.

Humor ist, wenn man trotzdem lacht

Küsschen, Schunkeln und Gesang – für dieses närrische Treiben sieht es jetzt leider düster aus: „Fastnacht und Karneval sind genauso wie Ostern, Weihnachten fest im Jahreskalender verankert. Trotzdem ist klar, dass es die fünfte Jahreszeit, so wie wir sie kennen, in der nächsten Kampagne nicht geben wird“, sagt Ministerpräsidentin Malu Dreyer. In vielen Hochburgen werden die Veranstaltungen wegen Corona abgesagt. Allez hopp: Ihren Humor lassen sich die Narren trotzdem nicht nehmen. Lernen Sie doch mal den Präsidenten einer Karnevalsgesellschaft persönlich kennen.

Karneval in Mainz. Foto: Picture Alliance/Andreas Arnold

Netzausbau geht voran

Rheinland-Pfalz will schneller surfen, im März wurde eine „Gigabit-Strategie“ ausgerufen. Die soll den Landkreisen bis 2025 den Wechsel der Netzinfrastruktur von Kupfer zu Glasfaser ermöglichen. Auf 50 Megabit pro Sekunde können seit November über 90 Prozent der Haushalte zugreifen, auf 1.000 Megabit fast jeder zweite Haushalt. Im bundesweiten Vergleich liegt das Land aber noch im unteren Drittel. Dabei sind gute Netze für Firmen jetzt besonders wichtig: „Wer erfolgreich sein will, muss die Chancen der Digitalisierung nutzen“, betont Gusein Guseinov, Digitalberater der Handwerkskammer Koblenz. Stichworte: vernetzte Produktion, Internet der Dinge, Arbeit 4.0, digitale Ausbildung.

Die Digitalisierung geht voran. Foto: Alexander Limbach – stock.adobe.com

Wissing drängt auf Rheinvertiefung

Der Rhein – für viele Firmen das Tor zu Welt. 50.000 Frachtschiffe passieren ihn pro Jahr, sie sind auf verlässliche Bedingungen entlang des Flusses angewiesen. Doch die Fahrrinne ist zu flach und müsste zwischen Mainz und St. Goar stellenweise 20 Zentimeter tiefer ausgebaggert werden („Abladeoptimierung“). Das ist seit Jahren trotz Bedenken von Umweltschützern beschlossen, doch es dauert. Verkehrsminister Volker Wissing machte deshalb im September Druck: 60 Millionen Tonnen Güter und mehr müssten selbst bei Niedrigwasser transportiert werden können. Der Ausbau ist ab 2027 geplant.

Verkehrsminister Volker Wissing macht Druck. Foto: Picture Alliance/Thomas Frey

Rheinland-Pfälzerin holt das Krönchen

Die Deutsche Weinkönigin 2020/2021 kommt aus Rheinland-Pfalz: Eva Lanzerath von der Ahr erobert im September mit Charme, Wissen und Schlagfertigkeit die Herzen der Jury. Weinprinzessinnen werden Eva Müller aus Rheinhessen und Anna-Maria Löffler aus der Pfalz. Eva Lanzerath ist die Nachfolgerin von Angelina Vogt (Anbaugebiet Nahe), die Krone bleibt damit in Rheinland-Pfalz. Das Engagement junger Menschen als Botschafter ihrer Heimat ist einfach vorbildlich.

Eva Lanzerath ist die Weinkönigin 2020/2021. Foto: Picture Alliance/Uwe Anspach

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