Politik & Wirtschaft

Wirtschaftsexperte sieht Rheinland-Pfalz in schwieriger Phase

· Lesezeit 2 Minuten.
Industrieanlagen in Ludwigshafen am Rhein.
Industrie-Hotspot Ludwigshafen: Die Wirtschaftsleistung sinkt; leicht steigende Industrieaufträge geben etwas Hoffnung. Foto: Schepers_Photography/stock.adobe.com

Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) sieht im anstehenden Regierungswechsel in Rheinland-Pfalz ein klares Signal der Wähler für eine wirtschaftspolitische Kurskorrektur. „Die Zeit drängt: Rheinland-Pfalz durchlebt eine der schwierigsten Wirtschaftsphasen seit Jahrzehnten”, sagte ZEW-Präsident Achim Wambach der Nachrichtenagentur ‌Reuters. Wie insgesamt nur in zwei Bundesländern sei die Wirtschaftsleistung in Rheinland-Pfalz drei Jahre in Folge geschrumpft. Haupttreiber sei der Einbruch im verarbeitenden Gewerbe – ⁠dem Sektor, ⁠der Rheinland-Pfalz mit seinem hohen Industrieanteil und einer Exportquote von rund 55 Prozent präge. 

Verarbeitendes Gewerbe in Rheinland-Pfalz: Die Einbußen sind Fakt

Dies bestätigt die aktuelle Konjunkturmeldung des Statistischen Landesamtes. Im dritten Quartal 2025 musste das Verarbeitende Gewerbe Einbußen hinnehmen. Dessen Wertschöpfung sank im Vergleich zum dritten Quartal 2024 um 2,5 Prozent. Die Zahl der Erwerbstätigen im Verarbeitenden Gewerbe sank im dritten Quartal 2025 (Q3/25) um 0,7 Prozent im Vergleich zu Q3/2024. Zugleich nahmen jüngst jedoch die Auftragseingänge für die Industrie leicht zu.

Wichtig: Die Stärken des Landes zukunftsfest machen

Entscheidend werde sein, ob es gelinge, die Stärken des Landes – von der Chemie über Pharma und Biotechnologie bis hin zur Fahrzeugproduktion – zukunftsfest zu machen, sagte Wirtschaftsexperte Wambach. Dazu zählten investitionsfreundliche Bedingungen, schnellere Genehmigungsverfahren und eine schlankere Regulierung.

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