Politik & Wirtschaft

„Nachwuchs dringend gesucht“

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Die wichtigste Frage für Personalverantwortliche in Industrie oder Behörden lautet: Wie gewinnen wir motivierten und qualifizierten Nachwuchs? Viele versuchen mit besonderen Aktionen und Angeboten für Schülerinnen und Schüler, Interesse und Begeisterung zu wecken. Aber einfach ist das nicht: Trotz „Fridays for Future“ gehen die Anfängerzahlen ausgerechnet im Studium „Erneuerbare Energien“ zurück. Die Zahlen der Auszubildenden und Studierenden in naturwissenschaftlich-technischen Fächern sinken – es besteht Handlungsbedarf!

Die Chemieindustrie ist hier vielfältig aktiv. „Mitmachen, verstehen und begeistern“ lautet die Formel. Meine Erfahrungen mit Programmen für Kinder und Jugendliche an der Hochschule zeigen, dass viele Erstsemester den Umwelt-Campus schon in der Kinder-Uni, über den Maker-Space (eine offene Werkstatt) oder bei Schülerferienkursen kennengelernt haben. Das ist sicher auf die Chemie übertragbar – praktische Erfahrungen und Vor-Ort-Besuche motivieren.

Eine weitere Chance versprechen gemeinsame Programme von Industrie und Hochschulen, um Nachwuchskräfte zu gewinnen; duale Studiengänge sind bei jungen Leuten gefragt. Der Umwelt-Campus bietet hier spannende Möglichkeiten für die Chemiebranche. Etwa in Medizin- und Pharmatechnik, Informatik oder nachhaltiger Ressourcenwirtschaft.

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Gewerkschaft und Arbeitgeber in Chemie und Pharma haben sich auf einen Tarifabschluss verständigt: Von März bis Dezember 2026 werden die Tarifentgelte unverändert fortgeschrieben. Ab Januar 2027 gibt es eine Entgeltsteigerung um 2,1 Prozent, ab Januar 2028 um 2,4 Prozent. Der Tarifabschluss umfasst auch besondere Maßnahmen zur Stabilisierung der krisengeschüttelten Chemie-Industrie.

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