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Ökostrom auf einem guten Weg

Mehr als die Hälfte des heimischen Stroms stammt bereits aus erneuerbaren Energien wie Wind, Sonne und Wasser

von Sabine Latorre

· Lesezeit 2 Minuten.
Auf einem Feld stehen Windräder und Photovoltaik-Anlagen
Liefern Ökostrom: Windräder und Photovoltaik-Anlagen auf freien Flächen. Foto: Adin – stock.adobe.com

Die Energieversorgung in Rheinland-Pfalz wird immer regenerativer: Mehr als die Hälfte des Stroms (51 Prozent) liefern bereits regenerative Quellen wie Sonne, Wind, Biomasse, Wasserkraft und Geothermie. Das Land will bis zum Jahr 2030 seinen Stromverbrauch zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien decken.

Neue Arbeitsplätze 

Das Geschäft mit den erneuerbaren Energien beschäftigt bei uns aktuell knapp 10.500 Menschen. Sie erwirtschaften eine Bruttowertschöpfung von rund 650 Millionen Euro im Jahr, so das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität Rheinland-Pfalz. 

Energiemix immer besser

Wie viel sich bereits verändert hat, zeigt ein Rückblick auf das Jahr 2010: Da lag der Anteil er erneuerbaren Energie am Bruttostromverbrauch erst bei 27 Prozent. Seit 2021 erzeugte Rheinland-Pfalz nun rund 21,5 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Strom aus erneuerbaren Energien. Dabei tragen Windenergie und Photovoltaik maßgeblich zur Versorgungssicherheit bei. 2021 erzeugten Windenergieanlagen 6,5 Milliarden kWh Strom. Aus Fotovoltaikanlagen stammen 2,2 Milliarden kWh. Auch die Biomasse (1,2 Milliarden kWh) leistet durch ihren flexiblen Einsatz und der oftmals gekoppelten Wärmeerzeugung einen wichtigen Beitrag zur Energiewende. Komplettiert wird der Mix der Erneuerbaren durch die Wasserkraft (1,0 Milliarden kWh), Klär- und Deponiegas sowie Geothermie (zusammen 10,9 Milliarden kWh). 

Umfrage zeigt große Zustimmung

Übrigens: Die Menschen in Rheinland-Pfalz stehen Erneuerbaren Energien mehrheitlich positiv gegenüber - und zwar selbst dann, wenn die Windräder oder Solaranlagen in ihrem unmittelbaren Umfeld stehen. Das hat eine aktuelle Studie im Auftrag des Klimaschutzministeriums ergeben. Grundsätzlich wünschen sich demnach etwa neun von zehn Menschen in Rheinland-Pfalz, dass Solar- und Windenergie künftig stärker genutzt werden. Dabei schneiden bei den Befragten am positivsten Solaranlagen auf Hausdächern ab, gefolgt von Windrädern und Solaranlagen auf Freiflächen. Es gibt aber auch Kritik, besonders bei Windkraftanlagen im Pfälzerwald. Vor einem Jahr entschied das Land, im Biosphärenreservat Pfälzerwald vorerst keine Windkraftanlagen zu bauen, um den UNESCO-Welterbestatus nicht zu gefährden.

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