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Freihandelsvertrag: Trotz Brexit ist Arzneiversorgung gesichert

Was die Einigung zwischen der EU und Großbritannien für die Pharmaindustrie bedeutet.

von Julia Rumsch, Geschäftsfeldleiterin Europa beim Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie

· Lesezeit 1 Minute.
Julia Rumsch, Geschäftsfeldleiterin Europa, Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie.
Julia Rumsch: Geschäftsfeldleiterin Europa, Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie. Foto: BPI/Steinheisser.

Aus Sicht des Bundesverbands der Pharmazeutischen Industrie ist es sehr zu begrüßen, dass es auf den letzten Metern noch zu einem Freihandels- und Kooperationsabkommen zwischen der Europäischen Union und dem Vereinigten Königreich gekommen ist. Die Einigung hat das Schlimmste verhindert – gerade auch mit Blick auf die Corona-Pandemie – und legt einen wichtigen Grundstein für eine weitere enge Zusammenarbeit. Allerdings fordert das nun gefundene Abkommen einen weiterhin andauernden Dialog.

Mit Blick auf Arzneimittel und die Versorgung der Patienten auf dem Kontinent und im Vereinigten Königreich ist es erfreulich, dass der Annex des Abkommens die gegenseitige Anerkennung von Herstellungszertifikaten („Good Manufacturing Practice“) regelt. Es ist ein gutes Signal, dass eine enge regulatorische Zusammenarbeit geplant und erwünscht ist.

Positiv sind schließlich definitiv auch die Vorarbeiten und die Flexibilität der zuständigen Arzneimittelbehörden zu bewerten. Durch die vereinbarten Regelungen zum Erhalt von Zulassungen aus EU-Verfahren und zur Anerkennung von Entscheidungen der EU-Behörden auf britischer Seite wird zumindest in naher Zukunft die Arzneimittelversorgung gesichert.

Was die Einigung für die Chemieindustrie insgesamt bedeutet.

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