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Chemie: Tarifverhandlungen vertagt

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Chemie: Tarifverhandlungen vertagt
Chemieindustrie: Die Branche steckt in der Krise. Foto: Industrieblick/stock.adobe.com

BAVC-Verhandlungsführer Bürk: „Unser Ziel bleibt eine Atempause für die Unternehmen“

„Wir befinden uns mitten in einer tarifpolitischen Zeitenwende“, sagte Matthias Bürk, der Verhandlungsführer des Bundesarbeitgeberverbands Chemie (BAVC). Die Branche habe in den letzten Jahren massiv an Substanz verloren. „Es gibt auf absehbare Zeit keine Zuwächse, die wir verteilen können. Wir brauchen einen Tarifabschluss, mit dem wir Wettbewerbsfähigkeit zurückgewinnen.“ 

Die Chemie stehe mit dem Rücken zur Wand: „Seit Jahren hangeln wir uns von Tiefpunkt zu Tiefpunkt. Wir produzieren ein Fünftel weniger als 2018. Jede vierte Anlage ist derzeit im Leerlauf. Restrukturierung und Stellenabbau bestimmen das Bild“, so Bürk. Die Unternehmen brauchten jetzt eine tarifpolitische Atempause, damit sie sich so gut wie möglich neu aufstellen können. „Machen wir Arbeit am Standort Deutschland noch teurer, verschärfen wir die Krise.“

Wettbewerbsfähigkeit zurückgewinnen – Perspektiven für Beschäftigung verbessern

Neben mehr Geld fordert die Gewerkschaft IGBCE verbindliche tarifliche Instrumente zur Beschäftigungssicherung. BAVC-Verhandlungsführer Bürk betonte allerdings: „Der beste Schutz für Arbeitsplätze am Standort Deutschland ist ein Sofortprogramm für mehr Wettbewerbsfähigkeit.“ 

Dazu müssten auch die Tarifpartner ihren Beitrag leisten. Eine flächendeckende Jobgarantie per Tarifvertrag könne es nicht geben. „Sichere Arbeitsplätze lassen sich nicht verordnen, weder durch die Politik noch durch die Sozialpartner auf Branchenebene. Je schneller wir wieder wettbewerbsfähig werden, desto besser sind die Perspektiven für die Beschäftigung.“

 

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