Politik & Wirtschaft

Chemie-Tarifrunde 2022: Deutschland verliert Marktanteile

· Lesezeit 1 Minute.
Chemieanlage der BASF
Tarifrunde: Seit Anfang März laufen die Verhandlungen für 580.000 Mitarbeiter in 1.900 Betrieben. Foto: BASF

Die Chemie-Tarifrunde 2022 hat begonnen. Zur wirtschaftlichen Lage der Chemieunternehmen werden wir in den kommenden Monaten immer wieder Fakten und Infografiken veröffentlichen, die Auskunft geben über die Branchenkonjunktur, über Kosten, Löhne und Investitionsanforderungen. Diesmal im Fokus: wie sich die globalen Marktanteile verschoben haben.

Auch wenn vom Export zuletzt wieder erfreuliche Nachrichten kamen – die heimischen Chemie- und Pharmaunternehmen haben nennenswert Marktanteile verloren: Seit dem Jahr 1995 halbierte sich ihr Weltmarktanteil nahezu. Dass die Anbieter aus anderen klassischen Industrieländern - wie etwa den USA - noch stärker verloren haben, kann nicht trösten. Gewinner sind vor allem asiatische Standorte, allen voran China.

Hinzu kommt: Seit zehn Jahren investieren die Unternehmen mehr im Ausland als im Inland. Das unterstreicht einerseits ihre weltweite Vernetzung und ihren Fokus auf Wachstumsregionen. Es ist andererseits aber auch ein Alarmsignal, was die Attraktivität des Chemiestandorts Deutschland angeht.

  • Like
  • PDF

Schlagworte

Das könnte Sie auch interessieren

Chemie-Fachkräfte mit Tablets in einer Produktionsanlage Foto: amorn - stock.adobe.com

Der Future Skills Report Chemie 2.0 basiert auf KI-gestützten Auswertungen von 450.000 Chemie-Stellenausschreibungen aus den USA, China und Europa. Andreas Ogrinz ist Geschäftsführer Bildung, Innovation, Nachhaltigkeit beim Bundesarbeitgeberverband Chemie. Er erläutert, wie die neuen Einblicke in Future Skills die Chemie-Unternehmen und ihre Beschäftigten voranbringen können.
Hören Sie rein und abonnieren Sie Wir. Hear. zum Beispiel bei Spotify.

Newsletter