Orte der Chemie

Bad Hönningen

Hier wird natürliche Kohlensäure gefördert.

von Sabine Latorre

· Lesezeit 1 Minute.
© Marco Rothbrust
Blick über Schloss Arenfels über Bad Hönningen auf den Rhein: © Marco Rothbrust

Wenn Sprudel und Cola blubbern, ist Kohlensäure der Grund. Was kaum einer weiß: Das prickelnde Gas kommt hier in der Vulkaneifel ganz natürlich aus dem Boden.

In Bad Hönningen fördert das Unternehmen Carbo Kohlensäurewerke diese Kohlensäure, oder besser: das Kohlendioxid. Das bereichert aber nicht nur unsere Getränke: In Form von Trockeneis nimmt man es auch zum Kühlen. Und die Lebensmittelindustrie setzt es zur Schädlingsbekämpfung ein, etwa gegen den Kornkäfer.

Das Kohlendioxid benötigt übrigens auch das Chemieunternehmen Solvay zur Herstellung von Barium- und Strontiumcarbonat. Das steckt etwa in Bildschirmglas von LCD-Geräten, Backsteinen und Ziegeln. Gewonnen wird es aus fünf Thermalquellen in Bad Hönningen und Bad Breisig. Direkt an der Quelle werden Wasser und Gas getrennt. Das Thermalwasser stellt Solvay den beiden Kurstädten Bad Hönningen und Bad Breisig zur Verfügung.
 

Über Bad Hönningen

In dem Heilbad im Landkreis Neuwied in Rheinland-Pfalz leben rund 5.800 Einwohner am rechten Ufer des Mittelrheins. Im Jahre 2019 wird die Stadt mit einem großen Festakt ihre 1000-Jahr-Feier begehen.
 

Warum es sich lohnt, hier mal zu halten.

Touristischer Magnet sind die herrliche Landschaft samt Wanderwegen, romantische Fachwerkhäuschen und die Kristall-Rheinpark-Therme. Das Thermalsole-Heilwasser kommt aus einer Tiefe von über 292 Metern an die Oberfläche. Aufgrund seines Mineralreichtums ist es ein probates Mittel zur Vorbeugung vieler Erkrankungen. Viele Menschen nutzen es auch zum Entspannen oder zur allgemeinen Gesunderhaltung.


Weiterführende Links
www.bad-hoenningen.de
www.kristall-rheinpark-therme.de
www.carbo.de
www.solvay.de

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