Chemie einfach erklärt

So lässt sich Sandstein schützen

Viele Denkmäler sind aus Sandstein. Versiegelung oder Imprägnierung schützt sie vor Verwitterung.

von Stephan Hochrebe

· Lesezeit 1 Minute.
UNESCO-Kulturerbe: Der Dom zu Speyer besteht aus Sandstein mit der typischen Rotfärbung. Chemische Verfahren schützen das Material vor Umwelteinflüssen. Foto: Sina Ettmer/stock.adobe.com

Die Porta Nigra in Trier, die Burg Trifels im Pfälzerwald, der Dom zu Speyer – alle sind aus Sandstein. Daraus ist auch der Untergrund, auf dem sie stehen. Sandstein prägt unsere Region. Er entstand vor rund 250 Millionen Jahren. Damals lagerten hier urzeitliche Flüsse in einer sonst trockenen Wüstenlandschaft ihre Sedimente ab. Eisenoxide sorgten für eine Rotfärbung. Und dort, wo heißes Thermalwasser das Eisen herauslöste, entstand die gelbliche Variante.

Imprägnierung gegen Regen und Schmutz

So schön Sandstein-Bauten sind: Wind, Wetter und Schadstoffe setzen ihnen stärker zu als Gebäuden aus vielen anderen Natursteinen. Eine Oberflächenversiegelung bremst Wasser und Schmutz durch eine undurchlässige oberflächliche Schutzschicht.

Eine Alternative ist die Imprägnierung: Diese dringt tief in den Sandstein ein und verhindert weitgehend, dass Regen und Schmutz ins Innere aufgesaugt werden. Gerade auch für Sandstein bietet dieses Verfahren Vorteile. Eine Imprägnierung ist diffusionsoffen, lässt den Stein also weiter „atmen“. Zu diesem Zweck genutzt werden etwa organische Harze, Kieselsäureester oder sogenannte Hydrophobierungsmittel. Die beiden Letzteren geben verwitterten Steinen neue Festigkeit, ohne das Originalmaterial nachhaltig zu verändern. Daher erhalten sie gerade bei historischen Bauten heute den Vorzug – damit Dom und Burg auch künftig noch im alten Glanz dastehen.

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