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Quereinstieg: „Am hilfreichsten sind für uns Bäcker, Köche und Metzger“

Gebhard Linscheid, technischer Leiter bei Ursa-Chemie, erklärt Einstiegsmöglichkeiten
für Quereinsteiger.

von Christine Haas

· Lesezeit 2 Minuten.
Teamarbeit: Bei Ursa-Chemie arbeiten Quereinsteiger mit Kollegen aus unterschiedlichen Bereichen zusammen. Foto: IW Medien

„Wenn Du Dich für die Chemiebranche interessierst und aus einem anderen Beruf kommst, bist Du bei uns genau richtig“ – so wirbt Ursa-Chemie auf seiner Karriereseite um Quereinsteiger. Für das Unternehmen ist das eine wichtige Möglichkeit, um angesichts des Fachkräftemangels genügend Personal zu finden. 

„Am hilfreichsten sind für uns Bäcker, Köche und Metzger“, sagt Gebhard Linscheid, der als technischer Leiter auch für die Ausbildung der Quereinsteiger zuständig ist. Denn: So wie diese Fachkräfte verschiedene Zutaten vermengen, mische man auch bei Ursa unterschiedliche Komponenten und arbeite mit Rezepturen. Nur die Materialien seien unterschiedlich. 

Reguläre Ausbildung: Ein Restaurantfachmann als Chemikant

Infrage kommt für Wechselwillige zum Beispiel der Beruf des Chemikanten: Dieser stellt aus Rohstoffen chemische Produkte her – etwa chemische Produkte für die Automobilindustrie oder Zusatzmittel für Zementmischwerke. Wer sich dafür entscheidet, muss allerdings eine Ausbildung machen. Denn der Beruf ist mit viel Verantwortung verbunden und erfordert Wissen über Chemikalien, Verfahrenstechnik, Arbeits- und Umweltschutz und Maschinen.

„Man hat viele Möglichkeiten, sich hochzuarbeiten“

Gebhard Linscheid, Foto: IW Medien

Möglich für Quereinsteiger bei Ursa ist, die Ausbildungsdauer von dreieinhalb auf zwei Jahre zu reduzieren. Erst kürzlich hat sich ein ehemaliger Restaurantfachmann für den Quereinstieg bei Ursa entschieden: Der 36-Jährige hat seine Ausbildung im August begonnen. 

Einstieg als Chemiearbeiter

Eine andere Möglichkeit ist, ohne Ausbildung als Chemiearbeiter einzusteigen. Zu den möglichen Aufgaben kann dann anfangs zum Beispiel gehören, chemische Produkte abzufüllen oder Kanister zu bekleben. Vorteil bei beiden Wegen in den Betrieb: Die Beschäftigten profitieren von den Vorzügen des Tarifvertrags. Dazu zählt neben regelmäßigen Gehaltssteigerungen auch eine Altersvorsorge, Urlaubsgeld und die 37,5-Stundenwoche. Und die Aufstiegsschancen sind sehr gut. „Man hat viele Möglichkeiten, sich hochzuarbeiten“, sagt Linscheid. So übernimmt das Unternehmen die Kosten, wenn ein Mitarbeiter sich für eine andere Aufgabe weiterbildet. 

Der Co-Chef des Unternehmens ist übrigens das beste Beispiel dafür, wie erfolgreich der interne Aufstieg sein kann. Andreas Möller begann vor mehr als 20 Jahren als Auszubildender im Betrieb. Heute ist er einer von zwei Geschäftsführern und verantwortlich für die rund 70  Mitarbeiter des Betriebs. 

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