Arbeiten in der Chemie

Future Skills in der Chemie: Teamplayer mit analytischen Stärken gefragt

· Lesezeit 2 Minuten.
Wissenschaftsteam in der Chemie-Industrie: Nicht nur hier sind Teamwork und analytisches Denken die zentralen Future Skills. Foto: stock.adobe.com/Gorodenkoff
Soziale, analytische Kompetenzen und fachliches Know-how: Das sind einige der zentralen Future Skills für Fachkräfte in der Chemie-Industrie. Foto: stock.adobe.com/Gorodenkoff

Wie verändert sich die Arbeitswelt in der Chemiebranche?

Der aktuelle Future Skills Report Chemie 2.0 wirft ein besonderes Licht auf die Trends in der internationalen Chemiebranche. Er basiert auf KI-gestützten Auswertungen von 450.000 Chemie-Stellenausschreibungen aus den USA, China und Europa. 44 Prozent der Datenpunkte stammen dabei aus den USA, 13 Prozent aus Deutschland.

Verschiedene Trends wirken auf die Future Skills ein

Es gibt drei Megatrends, die die Arbeitswelt in der Chemie verändern. Das sind:

  1. digitale Technologien wie Big Data,
  2. Materialtechnologien wie Wasserstoff, Batterien, 3D-Druck und Biotech sowie
  3. Neue Geschäftsprozesse, etwa durch agile Methoden und Robotik

Diesen drei übergeordneten Entwicklungen lassen sich die folgenden Top-5-Trends zuordnen. Sie spielen jeweils in mehr als 15 Prozent aller Stellenausschreibungen eine Rolle:

  1. Agile Methoden
  2. Data Science & Analytik
  3. Biotechnologien
  4. Nachhaltigkeit
  5. Big Data

Wie stark verändert sich die Arbeitswelt in der Chemie?

Im Allgemeinen gilt: Die Veränderungsdynamik in der internationalen Chemiebranche ist hoch.

  • 17 % der untersuchten Berufe werden weniger nachgefragt, vor allem im Bereich Verwaltung.
  • 26 % der untersuchten Berufe wurden stärker nachgefragt, vor allem im Bereich Produktion, Logistik, Forschung & Entwicklung. Für Deutschland gilt die besonders hohe Nachfrage nach Produktionsfachkräften nicht so ausgeprägt. Hier steigerte sie sich nur um ca. 4 Prozentpunkte (international: um ca. 11 Prozentpunkte)
  • Der Haupttrend ist Digitalisierung. Das heißt, 32 % der untersuchten Berufe sind deutlich digitaler geworden.

Was sind die meistgefragten Future Skills?

In den analysierten Stellenausschreibungen zeigten sich diese drei Skills als die gefragtesten:

  1. Fähigkeit zur Zusammenarbeit
  2. Kommunikationsfähigkeit
  3. Fertigkeiten in Produktionsverfahren.

Auch Problemlösekompetenz und Know-how in kontinuierlicher Verbesserung sind sehr gefragt.

Es gilt: Je digitaler, je nachhaltiger und je softer ein Beruf ist, um so zukunftsfähiger ist er.

Was sind die gefragtesten Berufe?

Laut Future Skills Report 2.0 sind dies die Top 5 der gefragtesten Berufe in der internationalen Chemiebranche:

  1. Prozessingenieurinnen und -ingenieure
  2. Produktionsmitarbeitende
  3. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
  4. Qualitätssicherungsmanagerinnen und -manager
  5. Wartungstechnikerinnen und -techniker

Diese Berufe verändern sich auf unterschiedliche Weise. Am stärksten ist der Ingenieurberuf betroffen. Wir stellen an drei Beispielen vor, auf welche Skills es im Ingenieurwesen sowie im Bereich Produktion und Wartung künftig ankommt.
 

Future Skills in der Chemie: drei Beispiele 

rozessingenieurinnen und -ingenieure müssen ihr Skill-Set deutlich erweitern. Foto: stock.adobe.com/Gorodenkoff
Mehr Daten, höhere Automatisierung: Prozessingenieurinnen und -ingenieure müssen ihr Skill-Set erweitern. Foto: stock.adobe.com/Gorodenkoff

Prozessingenieurinnen und -ingenieure

Prozessingenieurinnen und -ingenieure sind für die Verbesserung der Produktion zuständig. Dazu gehört, Ineffizienzen zu finden, Daten zu analysieren, Versuche durchzuführen und Innovationen umzusetzen. Unter anderem Teamwork ist dafür gefordert. 
 

Für Prozessingenieurinnen und -ingenieure werden vor allem wichtiger:

Hard Skills Soft Skills
Komplexitätsmanagement Kollaborationsfähigkeit
Automatisierungssysteme Kontinuierliches Lernen
Risikobewertung Analytisches Denken
Chemikantinnen und Chemikanten brauchen künftig noch mehr digitale Kompetenzen. Foto: stock.adobe.com/Chanakon
Weniger Staub, mehr Daten: Chemikantinnen und Chemikanten brauchen künftig noch mehr digitale Kompetenzen. Foto: stock.adobe.com/Chanakon

Chemikantinnen und Chemikanten

Chemikantinnen und Chemikanten sind das Herz der Produktion in der Chemie-Industrie. Dabei sind schon heute hohe technische, digitale und soziale Kompetenzen gefordert, um die ständige Verfügbarkeit der Anlagen zu gewährleisten. Aufgaben wie sicherer Datenumgang und -analyse gewinnen an Bedeutung. 

Für Chemikantinnen und Chemikanten werden vor allem wichtiger:

Hard Skills Soft Skills
Datenerfassung Teamwork
Prädiktive (vorausschauende) Instandhaltung Verantwortungsbewusstsein
Digitale Kompetenz Entscheidungsfindung
Mobile Endgeräte bieten Industriemechanikern Support im Arbeitsalltag . Foto: stock.adobe.com/Quality Stock Arts
Mobile Endgeräte und Apps: Das sind einige der Technologien, die Industriemechanikern Support im Arbeitsalltag bieten. Foto: stock.adobe.com/Quality Stock Arts

Industriemechanikerinnen und -mechaniker

Industriemechanikerinnen und -mechaniker sind für die Überwachung und Wartung von Geräten und Anlagen zuständig. Die Vernetzung von IT-Systemen und Produktionsanlagen, 3D-Druck, mobile Endgeräte, Apps, KI und Simulationen verändern ihre Arbeit.
 

Für Industriemechanikerinnen und -mechaniker werden vor allem wichtiger:

Hard Skills Soft Skills
Qualitätsmanagement Anpassungsfähigkeit
3D-Druck-Technologien Verantwortungsbewusstsein
Prädiktive (vorausschauende) Instandhaltung Verantwortungsbewusstsein

Future Skills in der Chemie – wie kann ich mich weiterentwickeln?

Der Future Skills Report 2.0 ist sehr umfassend und stellt beispielsweise 16 Jobprofile im Detail  dar. Sie helfen,

  • Veränderungen und neue Skills zu erkennen,
  • mögliche Chancen für Weiterentwicklungen zu identifizieren,
  • Weiterbildungen zu planen
  • damit den Spaß an der Arbeit und die Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen.

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