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AbbVie: Krebsmedikament mit Preis ausgezeichnet

Einzigartiger Wirkmechanismus von Leukämie-Medikament überzeugt.

von Redaktion

· Lesezeit 2 Minuten.

Ausgezeichnete Innovation: Das forschende Biopharma-Unternehmen AbbVie hat am Donnerstag, den 19.10.2017 den renommierten Galenus-von-Pergamon-Preis für sein erstes in Europa zugelassenes Krebsmedikament erhalten. In der Kategorie Orphan Drug setzte sich das Medikament, das seit Dezember 2016 zur Behandlung von Hochrisiko-Patienten mit chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) zugelassen ist*, gegen die Mitbewerber durch.

Innovative und zielgerichtete Therapie

Das Medikament erhielt die Auszeichnung aufgrund seines einzigartigen Wirkmechanismus: Es stellt den Prozess des programmierten Zelltods wieder her. Der programmierte Zelltod dient im Körper dem Abbau nicht mehr benötigter oder beschädigter Zellen. Bei vielen Krebserkrankungen, wie beispielsweise der CLL, ist dieser Mechanismus gestört: Durch die übermäßige Expression antiapoptotischer Proteine sind die Krebszellen vor dem Zelltod geschützt. Das Krebsmedikament von AbbVie hebt diesen Schutz durch eine Hemmung des antiapoptitischen Proteins BCL-2 auf. Die Krebszellen sterben ab.

„Wir sind sehr stolz darauf, heute den Galenus-von-Pergamon-Preis entgegennehmen zu dürfen“, freute sich Sandra Bloch, MD, Medizinische Direktorin bei AbbVie, im Rahmen der Preisverleihung „Er würdigt unser unermüdliches Bestreben, die Situation von Patienten zu verbessern und weiter in Bereichen zu forschen, in denen ein hoher medizinischer Bedarf besteht.“

CLL: Seltene Erkrankung mit hohem therapeutischen Bedarf

Die CLL ist die häufigste Blutkrebserkrankung in den westlichen Industrienationen, zählt aber zu den seltenen Leiden (Orphan Diseases). Jährlich erkranken in Deutschland etwa 5.000 Menschen neu daran. Die Erkrankung schreitet typischerweise langsam voran, bestimmte genetische Veränderungen gehen mit einer schlechten Prognose einher. Bei annähernd jedem zweiten CLL-Patienten, dessen Erkrankung unter einer Therapie wiederkehrt oder gar nicht darauf anspricht, liegt eine solche Veränderung vor. Die Betroffenen haben meist eine Lebenserwartung von weniger als zwei bis drei Jahren.

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* Die orale Monotherapie ist zugelassen für Erwachsene, die von CLL betroffen sind, deren Erkrankung bestimmte Veränderungen im Bereich des Chromosoms 17 oder des Gens TP53 aufweist und die bereits erfolglos eine Vortherapie mit einem Hemmer des B Zell-Rezeptor-Signalwegs erhalten haben bzw. diese Vortherapie aus medizinischen Gründen nicht vertragen würden. Zudem kann die neue Behandlungsmöglichkeit auch für jene an CLL Erkrankte ohne diese Veränderungen in Frage kommen, die mindestens eine Chemoimmuntherapie und einen Hemmer des B Zell-Rezeptor-Signalwegs erfolglos erhalten haben.

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