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Mein Arbeitsplatz

So arbeitet eine PTA

Ein Tag mit einer pharmazeutisch-technischen Assistentin.

von Sabine Latorre

· Lesezeit 2 Minuten.

Ich bin Gerhild Voet, 50 Jahre alt und pharmazeutisch- technische Assistentin, kurz PTA, in der Ratsapotheke Lothar Wissel in Rheinzabern.
Wir arbeiten hier in einem Team von zwölf Kollegen, davon sind vier PTAs. Zu meinem Beruf bin ich schon sehr früh gekommen, mit 14 Jahren. Damals habe ich in meinem Heimatort, der Grafschaft Bentheim bei Nordhorn, ein Praktikum in einer Apotheke gemacht und später in den Ferien ausgeholfen. Da mir der Umgang mit Menschen und Medikamenten liegt, habe ich nach der mittleren Reife die Ausbildung in Osnabrück absolviert. Leider war bei uns keine Stelle frei, aber wenn man flexibel ist, findet man mit meinem Beruf recht schnell einen Job. Inzwischen bin ich in Rheinland- Pfalz zu Hause, fahre auf meiner Harley durch die schöne Landschaft und genieße gerne mal ein gutes Glas Wein.

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Diverse Aufgaben

In einer Apotheke gibt es sehr viele verschiedene Aufgaben. Wir haben zum Beispiel eine Kosmetikberatung oder das Anpassen von Kompressionsstrümpfen. Ich sortiere für Patienten auch Medikamente in Wochenrationen und ordere Rezepte rechtzeitig beim Hausarzt nach. Verwaltende Aufgaben gehören ebenfalls zum Beruf, etwa Lagerbestände überwachen oder Arzneistoffe bestellen.

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Laborarbeit

Bei der Laborarbeit sind Naturwissenschaften wie Chemie und Physik sowie Mathe wichtig. Hier geht es in erster Linie um die Herstellung diverser Medikamente wie Salben, Tinkturen, Tabletten oder Zäpfchen nach einer vom Arzt vorgegebenen Rezeptur. Dazu benötige ich oft spezielle Geräte, bei der Salbenherstellung etwa den sogenannten Ungator (Foto), eine Art Rührgerät. Jeden Schritt muss ich sehr penibel dokumentieren.

Auf dem Laufenden sein

Im Prinzip kenne ich alle gängigen Arzneien und ihre Wirkungen, auch in der Homöopathie. Allerdings ändern sich Hersteller, Rezepturen und Verpackungen immer wieder, oder es kommen ganz neue Medikamente auf den Markt. Zudem gibt es immer wieder neue Rabattverträge zwischen den Krankenkassen und den Pharmaherstellern, die sollte man kennen. Um stets auf dem Laufenden zu sein, nehme ich an internen Schulungen mit Pharmavertretern teil und lese regelmäßig Fachzeitschriften.

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Karriere

Als PTA ist man quasi die rechte Hand des Apothekers. Man kann aber auch in der Chemie-, Pharma- oder Kosmetik-Industrie arbeiten. Manche finden bei pharmazeutischen Großhändlern oder bei Krankenkassen und Gesundheitsämtern eine Stelle. Es gibt Weiterbildungen zum Industriemeister für Pharmazie oder zum technischen Fachwirt. Ich hätte auch mein Abi nachholen und Pharmatechnik, Pharmazie oder Biochemie studieren können. Das war aber eigentlich nie mein Ziel.

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Beratung, Verkauf, Kontrolle

Der größte Teil meiner Arbeit entfällt auf den Service, also die Beratung und den Verkauf. Das erfordert Offenheit und unbedingte Diskretion, wenn Kunden spontan ihre Leiden schildern und fragen, was ihnen helfen könnte. Wir kontrollieren bei den Rezepten stets, ob alles korrekt aufgeschrieben wurde und die Unterschrift sowie der Stempel vom Arzt vorhanden sind. Wenn möglich, schaue ich auch nach Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten und weise auf mögliche Unverträglichkeiten hin.

 

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