„Politik beim Recycling gefordert“

Es braucht einen guten gesetzlichen Rahmen für chemisches Recycling, sagt der Hauptgeschäftsführer von PlasticsEurope Deutschland.

von Ingemar Bühler

· Lesezeit 1 Minute.
Ingemar Bühler, Hauptgeschäftsführer von PlasticsEurope Deutschland. 
Aktiv : Ingemar Bühler, Hauptgeschäftsführer von PlasticsEurope Deutschland. 

Selbst in Ländern mit modernsten Recyclingstrukturen wird zu wenig Kunststoffabfall recycelt. Bessere Mülltrennung, Produktdesign und Innovationen beim mechanischen Recycling sind dringend nötig, um deutlich mehr Kunststoffe zu recyceln. Einige Anwendungen wie etwa Windräder oder E-Autos benötigen Verbundstoffe. Diese sind oft nicht mechanisch zu recyceln und erfordern innovative chemische Recyclingverfahren, um sie zu recyceln statt zu verbrennen.

Denn technisch können wir fast jeden Kunststoff recyceln, wenn wir den gesamten Werkzeugkasten an Technologien nutzen: Mit chemischen Recyclingverfahren halten wir auch Verbundstoffe im Kreis. Unsere Mitgliedsunternehmen sind dabei, Milliardensummen in den Bau der dafür nötigen Anlagen zu investieren.

Dafür brauchen sie einen guten gesetzlichen Rahmen. Die Bundesregierung hat die Bedeutung des chemischen Recyclings erkannt und plant, es als Option ins Verpackungsgesetz aufzunehmen. Mehr noch ist sie gefordert, zügig eine Gleichbehandlung der Recyclingtechnologien sicherzustellen, etwa bei der Anrechnung auf Recyclingquoten. Nur so können die Firmen ihre Projekte verlässlich umsetzen. Wir wollen die Transformation zum nachhaltigen Wirtschaften. Aber bitte auch richtig!

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