Ist alkoholfreier Wein was für Sie?

Wie alkoholfreier Wein hergestellt wird und wonach er schmeckt.

von Christine Haas

· Lesezeit 1 Minute.
Zwei Gläser mit Rosé-Wein
Anders als das Original: Bei alkoholfreiem Wein wird Säure stärker wahrgenommen.

Weinsaison ohne Alkohol – für passionierte Weinliebhaber kommt das kaum infrage. Dabei gibt es inzwischen einige alkoholfreie Alternativen. Und glaubt man dem Deutschen Weininstitut, wächst deren Beliebtheit bei Verbrauchern allmählich.

Hergestellt werden diese zunächst als ganz normale Weine, denn ohne Gärung wäre das Ergebnis nur Traubensaft. Dem Wein kann man dann per Vakuumdestillation den Alkohol wieder entziehen: Er wird erhitzt, bei gut 27 Grad verdampft der Alkohol. Einige der ursprünglichen Aromastoffe bleiben erhalten, weitere lassen sich hinzufügen.

Alkoholfreier Wein: Sauvignon Blanc oder Gewürztraminer als Basis

Basis sind laut Weininstitut oft Bukettsorten wie Sauvignon Blanc oder Gewürztraminer. Deren Fruchtaroma kompensiert den fehlenden Alkohol teilweise. Bei Schaumweinen wird Kohlensäure zugesetzt, um den Geschmack zu verbessern. Allerdings gehen mit dem Alkohol auch Duftstoffe verloren, und Säure wird stärker wahrgenommen. Deshalb wirkt der Wein flacher. Zucker soll der Säure entgegenwirken. Eine vollwertige Alternative zu echtem Wein ist er für viele geschmacklich nicht. Es gibt aber etliche Zutaten, mit denen Sie alkoholfreien Wein bei Bedarf schmackhafter machen können: Weiße Varianten lassen sich zum Beispiel mit Limettenscheiben, Ingwer, Rosmarin und Eiswürfeln kombinieren.

Übrigens: Auch als „alkoholfrei“ eingestufte Lebensmittel können Alkohol enthalten – und zwar bis zu 0,5 Volumenprozent. Einige Varianten enthalten aber deutlich weniger oder tatsächlich null Prozent. Wer sichergehen möchte, sollte genau aufs Etikett schauen.

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